AGSB-Tagung in Köln: 29. und 30.09.2010

Die 31. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Sportwissenschaftlicher
Bibliotheken (AGSB) fand vom 29.-30. September 2010 an der Deutschen
Sporthochschule Köln statt. Die Tagung widmete sich dem Thema
''Herausforderungen an sportwissenschaftliche Bibliotheken und
IuD-Einrichtungen im Zeitalter der digitalen
Wissenschaftskommunikation''.
Im Rahmen dieser Themenstellung wurde versucht, folgende Fragen zu beantworten:
- Welche Rolle spielen sportwissenschaftliche Bibliotheken und IuD-Einrichtungen angesichts des immer weiter zunehmenden alleinigen Rückgriffs auf frei verfügbare Internetquellen?
- Inwieweit ist das in diesem Zusammenhang zu sehende Problem des Plagiierens wissenschaftlicher Informationen auch ein bibliothekarisches/dokumentarisches Thema?
- Welche Hilfestellungen können sportwissenschaftliche Bibliotheken und IuD-Einrichtungen beim Auffinden und wissenschaftlich korrektem Umgang mit digitalen Informationen geben?
Programm:
Mittwoch, 29. September 2010
- 13.00 Uhr
- Eintreffen der Tagungsteilnehmer in der ZBS Köln
- 13.30 Uhr
- Eröffnung
- Begrüßung durch den Gastgeber (DR. HEIKE SCHIFFER, Direktorin der ZBSport)
- Begrüßung durch den Vorsitzenden der AGSB (DR. JÜRGEN SCHIFFER, ZBSport)
- 13.45 Uhr
- AGSB-Formalia und Berichte (Teil 1)
- Protokoll der 30. Jahrestagung 2009 in Göttingen
- Bericht des Vorstandes
- Berichte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Teil 1)
- 15.15 Uhr
- Pause
- 15.30 Uhr
- Virtuelle Fachbibliothek Sportwissenschaft (ViFa Sport) - Aktueller Stand
Für das Gemeinschaftsprojekt: DR. FLORIAN SEIFFERT (ZBS)
anschl. Diskussion (Moderation: MARKUS KÜFFER, BASPO) - 17.00 Uhr
- Führung durch die Ausgrabungsstätten des Kölner Doms
Danach: Gemeinsames Abendessen im „Kleinen Steakhaus“, Köln, Hohestr. 73 (Domnähe)
Donnerstag, 30. September 2010
- 09.00 Uhr
- AGSB-Formalia und Berichte (Teil 2)
- Berichte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Fortsetzung vom Vortag)
- 09.45 Uhr
- Einführung in das Thema „Plagiat und Bibliotheken“
DR. JÜRGEN SCHIFFER (ZBS) - 10.00 Uhr
- „Das kurze Leben des S. B. Preuss“ oder: Zitieren und
Belegen in Bibliothekskursen
DETLEV DANNENBERG (Hochschule für Angewandte Wissenschaften, HAW, Hamburg)
anschl. Diskussion (Moderation: WERNER KLOOCK, BISp) - 10:45 Uhr
- Kaffeepause
- 11:15 Uhr
- „Plagiate in studentischen Arbeiten: Wie verbreitet
sind sie, warum kommen sie vor, und was kann man dagegen tun?“
SEBASTIAN SATTLER (Universität Bielefeld) anschl. Diskussion
(Moderation: WERNER KLOOCK, BISp) - 12.00 Uhr
- „ENCOPLOT: Experiments and Results in Automatic
Plagiarism Detection“
DR. CHRISTIAN GROZEA (Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik, FIRST, Berlin)
anschl. Diskussion (Moderation: DR. JÜRGEN SCHIFFER, ZBSport) - 12.40 Uhr
- Abschlussbesprechung
- Rückblick: 31. AGSB-Jahrestagung 2010
- Ausblick: 32. AGSB-Jahrestagung 2011
- 13.00 Uhr
- Ende der Tagung
Kontakt:
Dr. Jürgen Schiffer
Zentralbibliothek der Sportwissenschaften
Deutsche Sporthochschule Köln
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln
Tel.: (0221) 4982-6730
eMail: j.schiffer@dshs-koeln.de
Abstracts der Vorträge bei der 31. AGSB-Jahrestagung vom
29.-30. September 2010 in der ZBS der Deutschen Sporthochschule Köln
- Dr. Florian Seiffert (ZBSport Köln)
Virtuelle Fachbibliothek Sportwissenschaft (ViFa Sport) - Aktueller Stand
Der Vortrag zur ViFa Sport gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der ViFa Sport zusammen mit einem Rückblick auf die Einführung der erweiterten Suche und einen Ausblick in die Zukunft.
siehe u.a.:- Portal: ViFa Sport
- Seiffert, Florian (2009) Virtuelle Fachbibliothek Sportwissenschaft Aktueller Stand. In: AGSB-Tagung 2009 ''30 Jahre AGSB - Rückblick und Ausblick'', 30.09.2009, Georg-August-Universität Göttingen.
- Waffenschmidt, Siw (2008) Virtuelle Fachbibliothek Sportwissenschaft (ViFa Sport) - 6 Monate Online. In: AGSB Jahrestagung 2008 ''Sportwissenschaftliche Informationseinrichtungen auf neuen Wegen'', 05./06. März 2008, Bonn.
- Detlev Dannenberg (Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg)
„Das kurze Leben des S. B. Preuss“ oder: Zitieren und Belegen in Bibliothekskursen
Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken, die die Entwicklung der Informationskompetenz ihrer Kundschaft zu ihren Aufgaben zählen, bieten Kurse nicht nur im Bereich Recherchekompetenz an, sondern in den Bereichen- Informationsbedarf erkennen und beschreiben
- Informationen suchen
- Informationen, Informationsmittel und Arbeitsweise beurteilen
- Informationen verarbeiten und präsentieren.
- „Glaube nicht alles, was du liest!“ - Quellen und ihre Belege kritisch prüfen
- „Das kurze Leben des S. B. Preuss“ - Beispiele für falsche Belege
- „Durchgefallen!“ - eine Checkliste zum Thema Plagiat und Täuschung.
Alle Kurse haben eine deutliche Veränderung im wissenschaftlichen Verhalten der Lernenden zur Folge, unter anderem die Vermeidung von Plagiaten durch korrektes Zitieren und Belegen. Lehrende wünschen Wiederholungen und Lernende tragen Probleme in der Bibliothek vor und erkennen damit deren Kompetenz auch in dem Bereich der wissenschaftlichen Arbeit an.
Dieser Beitrag soll die Zielgruppen der Tagung inspirieren, die beschriebenen Veranstaltungen oder einzelne Bestandteile im eigenen Rahmen anzubieten.
- Sebastian Sattler & Constantin Wiegel (Universität Bielefeld)
Plagiate in studentischen Arbeiten: Wie verbreitet sind sie, warum kommen sie vor, und was kann man dagegen tun?
Noch immer weiß man wenig über Plagiate an deutschen Hochschulen. Empirische Daten über Verbreitung und Ursachen sind rar. Plagiate sind jedoch ein Problem im Ausbildungsprozess. Sie stellen eine Regelwidrigkeit beim Erreichen von Studienleistungen dar. Besonders der langfristig ausbleibende Kompetenzgewinn bei Plagiatoren ist eine negative Begleiterscheinung. Plagiatoren betrügen jedoch nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Konkurrenten. Folglich berühren sie Fragen der Gerechtigkeit bei der Leistungserbringung, die in der Ausbildung erwartet werden muss. Wie beim Doping im Sport sind bspw. aufgrund eines Ungerechtigkeitsempfindens „Ansteckungseffekte“ zwischen Studierenden zu befürchten – also eine Ausbreitung von Plagiatsfällen. Nicht alle Lehrenden sind im Umgang mit Plagiate sicher und wissen, wie sich die Ausbreitung stoppen lässt.
Im Vortrag werden in einem ersten Schritt aktuelle Daten zur Verbreitung präsentiert, um danach im zweiten Schritt Ursachen aufzuzeigen. Darüber hinaus geben Daten einer Lehrendenbefragung Aufschluss darüber, wie mit dem Thema Plagiate umgegangen wird. Konkludierend werden Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Lehre und Lernen abgeleitet.
- Dr. Christian Grozea (Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur
und Softwaretechnik, FIRST, Berlin)
ENCOPLOT: Experiments and Results in Automatic Plagiarism Detection
This talk describes my work and results in automatic plagiarism detection.
First, I will briefly introduce my early work (2004, while teaching at University of Bucharest) with information based plagiarism detection.
Then I will describe the fast and very successful method Encoplot [1], that I have designed for participating in the first international competition on automatic plagiarism detection - which I have also won.
I will continue by describing our first experiments in using Encoplot for determining not only the existence, but also the direction of plagiarism [2].
I will conclude the talk by inviting to a discussion about the optimal task splitting between human and machine, and other interesting aspects of plagiarism detection.
References:
- 1
- “ENCOPLOT: Pairwise Sequence Matching in Linear Time Applied to Plagiarism Detection”, C. Grozea, C. Gehl, and M. Popescu. In: Proceedings of 3rd PAN workshop. Uncovering Plagiarism, Authorship amd Social Software Misuse, pp. 10-18, 2009.
- 2
- “Who’s the Thief? Automatic Detection of the Direction of Plagiarism”, C. Grozea and M. Popescu, Lecture Notes in Computer Science, Vol. 6008/2010, book “Computational Linguistics and Intelligent Text Processing”, pp. 700-710, DOI 10.1007/978-3-642-12116- 6, 2010.

